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Hybride Identität: Design-Notizen

Hybride Identität entsteht meist nicht aus “Wunsch”, sondern aus Realität: bestehendes On-Prem AD, Legacy Apps, Geräte, Standorte und Compliance. Das Ziel ist, die Hybrid-Komplexität bewusst zu steuern – nicht sie wegzudiskutieren.

  • Password Hash Sync (PHS) ist operational oft robuster (weniger Abhängigkeiten), weil Anmeldungen nicht live auf On-Prem angewiesen sind.
  • Pass-through Authentication (PTA) kann sinnvoll sein, wenn bestimmte Anforderungen es erzwingen, hat aber höhere Betriebsanforderungen (Agent Health, Netzwerkpfade, Outage-Risiko).

Entscheidend ist nicht das Feature, sondern dein Outage-Szenario: Was passiert, wenn On-Prem nicht erreichbar ist?

Praktische Konsequenz: Dokumentiere diese Antwort als Betriebsentscheidung. Viele Hybrid-Setups scheitern im Incident nicht an Technik, sondern daran, dass niemand weiß, welcher Teil gerade “single point of failure” ist.

  • Konsistente UPNs reduzieren Support und CA-Komplexität.
  • Plane, wie du mit mehreren SMTP/UPN-Suffixen umgehst.

Für CA-Patterns ist Gerätestatus zentral:

  • Hybrid Azure AD Join vs Entra Join
  • MDM Enrollment/Compliance-Design
  • Admin-Workstations (PAW) als eigenes Konzept
  • Break-Glass Accounts für Entra (unabhängig vom On-Prem AD) sind Pflicht.
  • Monitoring für Sync/Connect/Cloud Sync (Health, Errors, Latenzen).
  • Dokumentierte Recovery: Was tun bei Sync-Fehlern, Token-Issues, CA-Lockouts?

Zusätzliche Guardrails, die in der Praxis helfen:

  • Staging Mode / klarer Change-Prozess für Sync-Änderungen
  • Monitoring mit Alarmierung (nicht nur “Health-Status existiert”)
  • Regelmäßiger Test des Break-Glass-Pfads (kontrolliert, protokolliert)
  • “Hybrid” ohne Ownership: niemand fühlt sich zuständig für den End-to-End Flow.
  • CA-Policies ohne Verständnis von Geräte-/Join-Status.
  • PTA ohne sauberes High Availability-Design.